Focusing

Freiraum

Freiraum – eines dieser focusingtypischen Worte, die ich heute mit Erleben füllen und greifbarer machen möchte. Freiraum erleichtert einen kreativen, heilsamen Prozess, der neue Erkenntnisse und Schritte bringt. Freier Raum hat erst einmal etwas von „Platz für mich“, „Platz zum Durchatmen“. Ich kann dort sein, mich dort angenehm hinsetzen, vielleicht auch hinlegen, ganz wie ich möchte. In einem freien Raum sind meine Probleme und meine Schwierigkeiten nicht drin. Sie sind nicht verschwunden, nur befinden sie sich außerhalb meines freien Raumes. Sie können meinen Freiraum klein machen, manchmal lassen sie ihn auch ganz verschwinden. Dann fühle ich mich komplett eingeengt, unfrei, angespannt, nicht gut bei mir. Dann braucht es diesen Schritt, wieder für meinen Freiraum zu sorgen, mich bewusst und aktiv zu entscheiden, ihn wieder zu finden. Ein freier Raum hat Grenzen. Im Außen ist freier Raum vielleicht auch groß und weit – begrenzt durch den Horizont, die Erde und den Himmel.

Wie ist es jetzt? Spüre ich Freiraum in mir und um mich herum? Ich sitze gerade im Zug. Da ist es für mich gar nicht so einfach, Freiraum wahrzunehmen. Wobei – wenn ich genauer hinspüre: Der Platz neben mir ist frei, da steht mein Gepäck. Ich muss meine Arme nicht nah an meinem Körper halten, um meine*n Sitznachbar*in nicht zu berühren. Indem ich es mir bewusst mache, entspannt sich direkt mein Brustkorb und mein Atemraum wird spürbarer. Im Grunde bin ich hier frei, habe ich hier Raum für mich, die Ruhe, diese Zeilen zu schreiben. Es ist auch angenehm, dass es ruhig ist. Der Mann mir gegenüber liest Zeitung. Die Stimmung vor dem Feiertag ist spürbar. Menschen, die nach Hause fahren, in ein schönes langes Wochenende hoffentlich, mit wieder mehr Freiheiten und Sonnenschein. Noch mehr Durchatmen in meinem Körper und noch mehr Entspannung. Dann noch der Blick aus dem Fenster, ins Grüne und in den blauen Himmel. Weite. Ich fahre gerne Zug, es verbindet mich mit guten Erinnerungen aus der Vergangenheit. Ja. So ist es gut für mich. Ich möchte nun einfach weiter in dem Freiraumgefühl bleiben. Alles Andere darf jetzt einfach mal außerhalb bleiben.

Wie steht es mit deinem Freiraum jetzt gerade? Hast du Platz um dich herum? Ist es angehm da, wo du bist? Fühlt dein Körper sich frei? Kannst du atmen? Hilft dir deine Umgebung dabei, dich zu entspannen? Falls nicht: Kannst du etwas für deinen Freiraum tun? Deine Sitzposition verändern, die Augen schließen, aufstehen oder einfach nur mal in Ruhe durchatmen? Vielleicht hilft dir auch eine schöne Erinnerung oder etwas, auf das du dich freust, dich mehr mit dir zu verbinden und dich freier zu fühlen. Nimm doch einfach mal den freien Raum jetzt wahr:)

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